Der offene Sternhaufen der Plejaden (auch Siebengestiern, Sieben Schwestern) sind mit bloßem Auge gut zu erkennen und hatten bereits in der Antike eine besondere Bedeutung. Eine der ältesten bekannten Darstellungen findet sich auf der Himmelsschwibe von Nebra.
Die Plejaden sind relativ nah, etwa 400 Lichtjahre entfernt. Die Sterne befinden sich in einer Region mit viel Staub, der das Licht entsprechend reflektiert und bricht, so die bläuliche Farbe erzeugt.
Askar SQA 85; AM-3
ASI 2600 MM Pro
Luminanz
124 x 120 sec
162 x 60 sec
(6:50h)
ASI 2600 MC Pro
153 x 60 sec (2:33h)
Gesamtbelichtungszeit: 9:23h
M 44 ist ein offener Sternhaufen im Sternbild Krebs. Der Name Praesepe (lat. für Krippe) rührt daher, dass er zwischen den beiden Sternen Asellus Borealis und Asellus Australis (nördlicher und südlicher Esel) steht und diesen als Futterkrippe dient.
Bei guten Bedingungen ist er mit bloßem Auge sichtbar, diente früher auch zur kurzfristigen Wetterprognose, da er bei Cirrus-Bewölkung nicht mehr erkennbar wurde. Insgesamt besteht der Sternhaufen aus über 1000 Sternen, davon 300 bis zur 12. Größenklasse. Er ist etwa 600-750 Mio. Jahre alt und 550-600 Lichtjahre entfernt.
Lacerta Newton 200/800
Avalon Linear
02.03.
UV/IR-Cut
ASI 2600 MC Pro
460 x 30 sec (3h 50 min)
Messier 53 (rechts im Bild) ist ein Kugelstenhaufen, steht im Sternbild Haar der Berenike (Coma Berenices) und wurde 1775 von dem deutschen Astronomen Johann Elert Bode entdeckt. Er ist 59.700 Lichtjahre von der Erde entfernt. Auch seine Entfernung vom galaktischen Zentrum beträgt etwa 60.000 Lichtjahre und er gehört damit zu den entferntesten Kugelsternhaufen. Sein geschätztes Alter (12,67 Milliarden Jahre) ist ebenfalls rekordverdächtig.
Nur etwa 1° entfernt befindet sich mit NGC 5053 ein weiterer Kugelsternhaufen (im Bild links unten), entdeckt 1783 von John Herschel. Er ist im Vergleich zu M 53 deutlich lichtschwächer und lockerer konzentriert.
Die präzisen Positionsmessungen des Astrometriesatelliten Gaia haben gezeigt, dass die beiden Kugelsternhaufen tatsächlich nicht weit voneinander entfernt liegen, sich gravitativ beeinflussen und das Zentrum der Milchstraße auf ähnlichen Bahnen umrunden.
Askar SQA 85 - AM 5
ASI 2600 MC Pro UV/IR-Cut
240 x 60 sec (4:00 h)
Der hellste Kugelsternhaufen am Nordhimmel besteht aus etwa 500.000 Sternen und hat einen Durchmesser von 150 Lichtjahren. Seine Sterne sind mindestens 10 Mrd. Jahre alt. Im Jahre 1974 wurde vom Arecibo-Radioteleskop eine Radiobotschaft in Richtung M13 ausgesandt. Sollte dort intelligentes Leben vorhanden sein, wäre mit einer Antwort jedoch erst in 50.000 Jahren zu rechnen.
Entfernung: 25.000 Lichtjahre
18.3.2015 Schanzer Kopf/Hunsrück; Celestron 800 EHD; Reducer 0.7; Celestron AVX; Canon EOS 60Da; 25 x 120 sec (ISO 1000); Gesamtbelichtungszeit: 50 min
M 92 im Sternbild Herkules steht oft im Schatten seines Nachbarn M 13. Er ist 26.000 Lichtjahre entfernt und seine Masse beträgt etwa 333.000 Sonnenmassen. Aufgrund der Verteilung der Elemente der Sterne (geringe Metallhäufigkeit) wird sein Alter auf 13 Mrd. Jahre geschätzt und ist damit einer der ältesten bekannten Kugelsternhaufen. Die Aufnahme entstand bei Vollmond.
27.04.2021 - Gustavsburg
Skywatcher Esprit 120 ED – ASI 2600 MC Pro
480 x 30 sec; Gesamtbelichtungszeit 4 Stunden
Omega Centauri ist der größte und hellste Kugelsternhaufen unserer Milchstraße. Er enthält etwa 10 Mio. Sterne und er erscheint am Himmel größer als der Vollmond und ist leicht bereits mit bloßem Auge zu erkennen. Er steht so weit südlich, dass er von Deutschland aus nie zu sehen ist.
23.6.2017 - Namibia - Hakos Astrofarm; Williams Apo 98/600; Canon 60 Da
h und chi Persei sind zwei nahe beieinander liegende offene Sternhaufen im Sternbild Perseus. Schon 130 v. Christus hat sie der griechische Astronom Hipparch beschrieben. Vor allem im Feldstecher ist dieser Doppelsternhaufen ein beeindruckendes Objekt.
Entfernung: 6.800 Lichtjahre
22.11.2014 - Ginsheim; SkyWatcher Esprit 80; Celestron Advanced VX; Canon 60Da; Filter: CLS CCD; 17 x 180 sec (ISO 800); Gesamtbelichtungszeit: 51 min
Der Mathematiker und Astronom Claudius Ptolemäus erwähnte 130 v. Chr. diesen Sternhaufen als erster und daher ist er nach ihm benannt. M7 ist ein offener Sternhaufen im Sternbild Skorpion und das südlichste Objekt des Messier-Katalogs. Daher ist er von Mitteleuropa aus nur schwer zu sehen. Nach den Plejaden (M45) und der Praesepe (M44) ist er der dritthellste Sternhaufen am Himmel.
Entfernung: 800 Lichtjahre
25.6.2017 - Namibia - Hakos Astrofarm; Williams Apo 98/600; Canon 60 Da; 4 x 300sec (ISO 400);
M11 befindet sich im Sternbild Schild, wurde 1681 von Gottfried Kirch entdeckt und ist einer der kompaktesten offenen Sternhaufen. Er enthält nicht weniger als 2900 Sterne. Sein Alter wird auf 250 Mio. Jahre geschätzt.
Entfernung: 6000 Lichtjahre
25.6.2017 - Namibia - Hakos Astrofarm; Williams Apo 98/600; Canon 60 Da; 6 x 240 sec (ISO 800)