Bilder vom Himmel

Astrofotografie - Joachim Korb

 Hallo und herzlich Willkommen auf meiner Homepage

 

Mein Name ist Joachim Korb und ich wohne in der Nähe von Mainz. Das Rhein-Main-Gebiet ist leider nicht gerade die ideale Region für Astronomie und Astrofotografie. Für die Aufnahmen bin ich daher lange Zeit meist an dunkle Orte in der Umgebung gefahren oder sie sind auf Reisen entstanden.

 

Inzwischen fotografiere ich aber auch viel von der heimischen Terrasse, wenn auch der Himmel ziemlich hell ist (Bortle 6). Dafür habe ich die Möglichkeit zu wesentlich mehr Belichtungszeit, was den Nachteil wieder etwas ausgleicht.

 

Ich wünsche viel Vergnügen mit den Bildern. In der Regel habe ich die Aufnahmedaten und auch einige interessante Informationen zu den aufgenommenen Objekten beigefügt.

 


Aufnahmen von 2025

Sh2-101 Tulpennebel

Der Emissionsnebel Sh2-101 wird aufgrund seiner Form oft als Tulpennebel bezeichnet. 

Die Entstehung des bläulichen Lichtbogens ist komplex. Ursprung ist der Stern Cygnus X-1 (der untere der beiden hellen Sterne unterhalb des Lichtbogens). Dabei handelt es sich um ein Doppelsternsystem, bestehend aus einem Riesenstern und einem schwarzen Loch (übrigens das erste, das 1972 in der Milchstraße nachgewiesen wurde). Masse von dem Riesenstern wird dabei von dem schwarzen Loch akkretiert. Durch starke Magnetfelder beschleunigt wird dabei ein Teil der Energie senkrecht zur Akkretionsscheibe als Jets abgeleitet. Diese wiederum kollidieren mit der interstellaren Materie, was die bläulich schimmernde Bugwelle erzeugt.

 

Askar SQA 85; AM-5

ASI 2600 MC Pro

Filter:

UV/IR-Cut: 79 x 60 sec (1:19h)

Optolong L-Extreme: 84 x 300 sec (7:00h)

Askar Colourmagic D2: 70 x 300 sec (5:50)

 

WR 134

WR 134 ist ein variabler Wolf-Rayet-Stern, Er befindet sich im Sternbild Schwan, etwa 6.000 Lichtjahre entfernt.

Wolf-Rayet Sterne sind sehr massereiche, heiße Sterne, die große Mengen Materie in ihre Umgebung abgeben, die dann mit der interstellaren Materie kollidiert. Dies erzeugt das blau-grün leuchtende Licht (O3-Emissionen).

 WR 134 ist untere von den beiden hellen bläulichen Sternen im Zentrum. Er hat eine Oberflächentemperatur von 63.000 Kelvin und ist 400.000 mal heller als die Sonne. Seine Helligkeit schwankt, da er periodisch von einem dunkleren Begleitstern bedeckt wird.

 

Aufnahme:

3 Nächte zwischen 13. und 19.08. 2025

Askar SQA 85; AM-5

ASI 2600 MC Pro

Filter:

UV/IR-Cut: 79 x 60 sec (1:19h)

Optolong L-Extreme: 84 x 300 sec (7:00h)

Askar Colourmagic D2: 70 x 300 sec (5:50)

 

HII-Region im Sternbild Schwan zwischen WR 134 und Tulpennebel (Sh2-101)

Innerhalb des Sternbilds Cygnus (Schwan) befindet sich ein ausgedehntes Gebiet mit leuchtenden Wasserstoff-Wolken, sogenannte HII-Regionen), das sich fast über das gesamte Sternbild erstreckt. Das Wasserstoff-Gas wird von hellen Sternen zum Leuchten angeregt.

 

Das Bild zeigt einen Teil dieser Wolke zwischen WR 134 und Sh2-101 (Tulpennebel), die beide einzeln oben als vergrößerte Ausschnitte der Aufnahme bschrieben werden.

 

Aufnahme:

3 Nächte zwischen 13. und 19.08. 2025

Askar SQA 85; AM-5

ASI 2600 MC Pro

Filter:

UV/IR-Cut: 79 x 60 sec (1:19h)

Optolong L-Extreme: 84 x 300 sec (7:00h)

Askar Colourmagic D2: 70 x 300 sec (5:50)

 

M 27 Hantelnebel

M 27 ist ein 1300 Lichtjahre entfernter planetarischer Nebel im Stenbild Fuchs. Vor ungefähr 10.000 Jahren hat ein roter Riesenstern in seiner Endphase seineHülle abgestoßen, die sich seitdem mit etwa 30 km/sec ausdehnt.

Der verbliebene Zentralstern, ein weißer Zwerg, ionisiert mit seiner energiereichen Strahlung im Ultravialett- und Röntgenbereich die Atome des Nebels und regt diese zum Leuchten an.

 

 

Aufnahme:

4 Nächte in der ersten Augusthälfte 2025

Celestron EHD 800 mit 0.7 Reducer

AM5

 

ASI 533 MC Pro
UV/IR-Cut (Farbe) 79
x 60 sec (1:19 h)

 

ASI 533 MM Pro
Baader O3-Filter  (4nm) 60
x 5 min (5:00 h)
Baader H-alpha (7nm) 90
x 5 min (7:30 h)

Baader S2-Filter 39 x 5 min (3:15 h)

 

Sonne in der Wellenlänge von H-alpha

Durch sehr engbandige Filter, die nur eine Linie des Lichts durchlassen, das durch ionisieren Wasserstoff abgestrahlt wird (H-alpha-Linie), werden besonders detailreiche Strukturen auf der Sonnenoberfläche sichtbar.

Am Rand sind einige Protuberanzen zu erkennen. Auch die dunkeln Strukturen auf der Sonnenscheibe sind Protuberanzen, nur von oben betrachtet.

 

Aufgenommen mit:
Sonnenteleskop Acuter Elite Phoenix 40

Montierung: Skywatcher StarAdventurer

Kamera : ASI 174 MM Mini

Barlow-Linse: Televue Powermate 2.5x

 

Aufnahme vom 18.8.2025

Mosaik aus 6 Videos

Alle Videos aufgenommen mit 1 Minute Dauer (etwa 700 Einzelaufnahmen),
davon 30% für die weitere Verabeitung (stacking) verwendet.

 

 

Unten noch zwei Detailaufnahmen vom 11.8. und 17.8.2025

Die Protuberanz im rechten Bild unten entspricht dabei der im linken Bild, nur einen Tag vorher.

NGC 6543 Katzenaugen-Nebel

Der Katzenaugennebel ist ein Planetarischer Nebel, befindet sich im Sternbild Drache und wurde 1786 von Wilhelm Herschel entdeckt. Er ist einer der am genauesten untersuchten Planetarischen Nebel, Trotzdem sind die Mechanismen, die zu seiner komplizierten Gestalt führten nicht vollkommen geklärt.

Der zentrale O-Stern hat eine extreme Temperatur von 80.000 K und scheint etwa 10.000-mal heller als unsere Sonne, obwohl er nur den 0,65-fachen Radius einnimmt. Dieser stößt ständig Material ab und die Wechselwirkung mit dem Sternwind sind die Hauptgrund für die hellen inneren Bereiche des Nebels mit seinen komplexen Strukturen. Der Sternwind hat diese innere Blase ausgehöhlt und zum Durchbrechen der Blase an beiden Enden geführt.

Weiter nach außen sind konzentrische Ringe zu erkennen. Diese sind älter, wurden von dem damaligen Riesenstern in regelmäßigen Abständen abgestoßen, noch bevor sich der  eigentliche Planetarische Nebel gebildet hat. Auch der außerhalb befindliche, deutlich lichtschwächere Halo entstand früher.

Celestron EHD 800 mit 0.7 Reducer  - AM5

28.4.2025: ASI 533 MC Pro  - (UV/IR-Cut (Farbe) - 260 x 60 sec (4:20 h)

29.4.2025: ASI 533 MM Pro  - Baader O3-Filter  (4nm) - 83 x 3 min (4:15 h)

30.3.2025: ASI 533 MM Pro  - Baader H-alpha 7nm - 96 x 3 min (4:56 h)

Gesamt: 13:31 h

Markarjansche Kette (Virgo-Haufen)

Als Markarjansche Kette wird eine Ansammlung von Galaxien im Virgo-Haufen (Sternbild Jungfrau) bezeichnet. Sie ist nach dem armenischen Astrophysiker Benjamin Markarjan benannt, der diese in den 1970er Jahren intensiv beobachtete und katalogisierte. Auf dem Bild ist nur ein Teil der „Kette“ zu sehen.

 

Am hellsten sind die beiden elliptischen Galaxien M84 und M86 (im Bild rechts oben). Die beiden Galaxien links unterhalb des Zentrums (NGC 4435 und NGC 4438) werden auch als Markarjans Augen („the eyes“) bezeichnet. Aufgrund der räumlichen Nähe zueinander, stehen diese in gravitativer Wechselwirkung und dies führt zu der auffälligen Verformung.

Darüber hinaus sind jedoch noch zahlreiche Galaxien im Hintergrund zu erkennen.

 

Lacerta Newton 200/800 - Avalon Linear

ASI 2600 MC Pro - 265 x 60 sec (4:25 h)

ASI 2600 MM Pro - 440 x 60sec (7h 20 min) 

Gesamt: 11:45 h

M 53 und NGC 5053

Messier 53 (rechts im Bild) ist ein Kugelstenhaufen, steht im Sternbild Haar der Berenike (Coma Berenices) und wurde 1775 von dem deutschen Astronomen Johann Elert Bode entdeckt. Er ist 59.700 Lichtjahre von der Erde entfernt. Auch seine Entfernung vom galaktischen Zentrum beträgt etwa 60.000 Lichtjahre und er gehört damit zu den entferntesten Kugelsternhaufen. Sein geschätztes Alter (12,67 Milliarden Jahre) ist ebenfalls rekordverdächtig.

 

Nur etwa 1° entfernt befindet sich mit NGC 5053 ein weiterer Kugelsternhaufen (im Bild links unten), entdeckt 1783 von John Herschel. Er ist im Vergleich zu M 53 deutlich lichtschwächer und lockerer konzentriert.

 

Die präzisen Positionsmessungen des Astrometriesatelliten Gaia haben gezeigt, dass die beiden Kugelsternhaufen tatsächlich nicht weit voneinander entfernt liegen, sich gravitativ beeinflussen und das Zentrum der Milchstraße auf ähnlichen Bahnen umrunden.

 

Askar SQA 85  - AM 5

ASI 2600 MC Pro UV/IR-Cut

240 x 60 sec (4:00 h)

 

 

M 101 Feuerrad-Galaxie

M 101 im Sternbild Großer Bär ist mit einem Durchmesser von 170.000 Lichtjahren eine der größten bekannten Spiralgalaxien und präsentiert sich uns nahezu frontal (face-on). Sie wurde 1781 von dem französischen Astronomen Pierre Méchain entdeckt. Auffällig in den Spiralarmen sind zahlreiche leuchtstarke rot leuchtende HII-Sternentstehungsgebiete, die jeweils über 10 Millionen Sonnenmassen aufweisen. Bemerkenswert sind zudem die asymmetrischen Spiralarme und ein leicht versetzter Kern, was auf Wechselwirkungen mit den benachbarten Zwerggalaxien NGC 5474 und NGC 5477 zurückgeführt wird. Diese Wechselwirkungen könnten auch die zahlreichen ausgedehnten Sternentstehungsgebiete in den Spiralarmen erklären.

 

Lacerta Newton 200/800  - Avalon Linear

ASI 2600 MM Pro - 755 x 60 sec (12:35 h)

Astronomik Halpha 6nm  - 75 x 300 sec (6h 15 min)

ASI 2600 MC Pro -UV/IR-Cut 260 x 60sec (4h 20 min)

Gesamt: 23:10 h

NGC 4565 Needle-galaxy

Die Needle-Galaxie im Sternbild "Haar der Berenike" ist eine Spiralgalaxie, die wir nahezu direkt von der Kante sehen ("edge-on"). Dadurch werden die dunklen Staubschichten in der galaktischen Ebene besonders gut sichtbar. An den Rändern erkennt man eine Blaufärbung sowie eine leichte Biegung ("warp"), welche aufgrund der Rotation der Galaxienscheibe entsteht.

Entdeckt wurde die Galaxie bereits am 6. April 1785 durch den bekannten deutsch-britischen Astronomen Wilhelm Herschel.

 

Entfernung: 44 Mio. Lichtjahre

 

Celestron EHD 800 mit 0.7 Reducer - AM5

ASI 533 MM Pro (UV/IR-Cut)

721 x 60 sec (12:01h)

ASI 533 MC Pro

256 x 60 sec (4:16 h)

Gesamt: 16:17 h

 

 

Jones-Emberson 1 (PK 164 +31.1) "Kopfhörer"-Nebel

So könnte unsere Sonne in Zukunft auch einmal aussehen, wenn sie ihren fusionierbaren Wasserstoff verbraucht hat, ihre äußeren Gashüllen abstößt und zu einem sogenannten Planetarischen Nebel wird.

Jones-Emberson 1 befindet sich im Sternbild Lynx (Luchs) und ist etwa 1600 Lichtjahre entfernt, wurde 1939 von Rebecca B. Jones und Richard Emberson entdeckt, ist aufgrund seiner geringen Oberflächenhelligkeit nur in größeren Teleskopen zu erkennen.

MIt etwas Phantasie sieht man einen Kopf, der einen großen Kopferhörer aufhat.

 

Celestron EHD 800 mit 0.7 Reducer - AM5

ASI 533 MM Pro
Baader Halpha-Filter (7 nm)  117 x 5 min

Baader O3-Filter  (4nm) 60 x 5 min

UV-IR-Cut (Luminanz) 481 x 60 sec

 ASI 533 MC Pro
UV/IR-Cut (Farbe) 71 x 120 sec

 

Gesamt: 25h 08 min

Sh2-274 Medusa-Nebel

Die Haare der Medusa bestanden bekanntlich aus zahlreichen Schlangen und die verflochtenen Filamente aus leuchtendem Wasserstoffgas gaben diesem Nebel seinen Namen. Neben dem roten Wasserstoff leuchtet auch Sauerstoff, in grün-bläulichem Licht.

Lange Zeit hielt man ihn für einen Supernovarest, doch es handelt sich um einen ausgedehnten planetarischen Nebel, also das Endprodukt eines sonnenähnlichen Sterns, der seine äußeren Gashüllen abstößt. Interessant sind dabei die links unten im Gas erkennbaren Stoßwellen.

 

Lacerta Newton 200/800  - Avalon Linear

ASI 2600 MC Pro - 100 x 60 sec (1h 40 min) 

ASI 2600 MM Pro:

Astronomik O3 6 nm  - 33 x 5 min (2 h 45 min)
Astronomik Halpha 6nm  - 65 x 5 min (5 h 25 min)

Gesamt: 9h 50 min

 

M 106

Messier 106 ist eine Spiralgalaxie im Sternbild Jagdhunde mit einer Entfernung von etwa 23 Mio. Lichtjahren. Es handelt sich um eine sogenannte Seyfert-Galaxie mit einer starken Radioquelle. Im Zentrum befindet sich wahrscheinlich ein schwarzes Loch von fast 40 Mio. Sonnenmassen. Die Galaxie befindet sich in der Phase eines "Starburst", d.h. einer hohen Sternentstehungsrate. Dies erklärt auch die ausgeprägten rot leuchtenden HII-Gebiete. Auffallend ist dabei der Halpha-Jet, der im Bild links vom Zentrum aus der Galaxienscheibe herausschießt.

 

Lacerta Newton 200/800 - Avalon Linear

ASI 2600 MM Pro:

UV/IR-Cut:   320 x 60sec (5h 20 min)

Astronomik Halpha 6nm: 125 x 300 sec (10h 25 min)

 

(Farbdaten aus einer früheren Aufnahme mit Skywatcher Esprit 120)

 

 

NGC 4217

In der Umgebung von M 106 befindet sich die schöne Edge-on-Galaxie NGC 4217. Wir sehen direkt auf die Kante und die Spiralarme erscheinen als dunkle staubhaltige Wolken. Sie ist mit 49 Mio. Lichtjahre etwa doppelt so weit entferntwie M 106 und hat einen Durchmesser von 75.000 Lichtjahren.

 

Die scheinbar "kleine" Spiralgalaxie links unterhalb ist NGC 4226. In Wirklichkeit ist sie mit 145.000 Lichtjahren doppelt so groß,hat aber bereits eine stolze Entfernung von 326 Mio. Lichtjahren.

 

 Gleiche Aufnahmedaten wie oben (nur anderer Bildausschnitt)

 

M 51 Whirlpool-Galaxie

Die als Whirlpool- oder auch Strudel-Galaxie bezeichnete Spiralgalaxie befindet sich im Sternbild Jagdhunde in einer Entfernung von etwa 25 Mio. Lichtjahren.
Auffallend ist die nahe Begleitgalaxie (NGC 5195) von irregulärem Typ, mit der M 51 in Wechselwirkung steht. Durch diese Wechselwirkung findet eine außergewöhnlich aktive Sternentstehung statt, was dazu führt, dass M 51 einen sehr hohen Anteil an jungen massereichen Sternen hat. Diese strahlen vor allem im blauen Licht und erklären die entsprechende Farbe der Galaxie. Mit der Sternentstehung verbunden sind auch die zahlreichen rot-leuchtenden Emissionsnebel, die durch zusätzliche Belichtung mit einem Halpha-Filter deutlich gemacht werden können.

 

Lacerta Newton 200/800 - Avalon Linear

ASI 2600 MC Pro: 200 x 60 sec (3h 20 min)

ASI 2600 MM Pro:  390 x 60sec (6h 30 min)

Astronomik Halpha 6nm: 50 x 300 sec (4h 10 min)

Gesamt: 14 h

 

M 94 Katzenaugen-Galaxie

Diese Galaxie im Sternbild Jagdhunde (Entfernung etwa 16 Mio. Lj.) weist eine ungewöhnliche Spiralstruktur auf. Sie hat einen aktiven, sehr hellen Kern, im Zentrum vermutlich ein schwarzes Loch mit 7 Mio. Sonnenmassen. Etwa 5.400 Lj. vom Zentrum entfernt befindet sich ein relativ scharf begrenzter Ring mit hoher Sternentstehungsrate, auch auf dem Bild farblich erkennbar (rote HII-Gebiete und vermehrt junge blaue Sterne). Nach außen schließt sich eine Galaxienscheibe mit 45.000 Lj. Durchmesser an, die vor allem aus älteren gelblichen Sternen besteht. Ganz außen erscheint noch ein deutlich schwächerer Ring. Inzwischen hat sich herausgestellt, dass es sich hierbei um zwei, sehr schwache Spiralarme der Galaxie handelt, die aufgrund unserer Perspektive sich zu einem Kreis verbinden.

 

Celestron EHD 800 mit 0.7 Reducer  - AM 5

ASI 2600 MC Pro - 95 x 180 sec (4:45 h)

ASI 533 MM Pro - 300 x 60 sec (5 h)

Lacerta Newton 200/800  - Avalon Linear

ASI 2600 MM Pro - 170 x 60 sec (2:50 h)

Gesamt: 12:35 h

 

M 44 Praesepe

M 44 ist ein offener Sternhaufen im Sternbild Krebs. Der Name Praesepe (lat. für Krippe) rührt daher, dass er zwischen den beiden Sternen Asellus Borealis und Asellus Australis (nördlicher und südlicher Esel) steht und diesen als Futterkrippe dient.

 

Bei guten Bedingungen ist er mit bloßem Auge sichtbar, diente früher auch zur kurzfristigen Wetterprognose, da er bei Cirrus-Bewölkung nicht mehr erkennbar wurde. Insgesamt besteht der Sternhaufen aus über 1000 Sternen, davon 300 bis zur 12. Größenklasse. Er ist etwa 600-750 Mio. Jahre alt und 550-600 Lichtjahre entfernt.

 

Lacerta Newton 200/800

Avalon Linear

 

02.03.

UV/IR-Cut

ASI 2600 MC Pro

460 x 30 sec (3h 50 min)

IC 443 Quallennebel

Der Nebel in Form einer Qualle (engl. Jellyfish nebula) befindet sich im Sternbild Zwillinge in etwa 5.000 Lichtjahren Entfernung. Der helle Stern rechts ist Eta Geminorum (Propus) und bereits mit bloßem Auge sichtbar.

Bei dem Nebel handelt es sich um einen Supernova-Überrest. Vor geschätzt über 30.000 Jahren explodierte hier ein massereicher Stern. Die expandierende Gas- und Staubwolke trifft auf interstellare Materie und regt diese zum Leuchten an, vor allem Wasserstoff, Sauerstoff, aber auch erstaunlich viel Schwefel. Diese Elemente strahlen dabei Licht in charakteristischen Wellenlängen ab, was für die Aufnahme auch mit entsprechenden Filterngenutzt wurde.

Lacerta Newton 200/800  - Avalon Linear

ASI 2600 MC Pro - 156 x 30 sec (1h 18 min) 

ASI 2600 MM Pro:

Astronomik O3 6 nm  - 122 x 2 min (4 h 4 min)
Astronomik Halpha 6nm  - 128 x 2 min (4 h 16 min)
Astronomik S2 6nm - 64 x 3 min (3 h 12 min)

Gesamt: 12h 50 min

Sh2-273 Fuchsfell-Nebel

Im Sternbild Einhorn in 2500 Lichtjahren Entfernung befindet sich ein ausgedehnter Komplex aus Gas- und Staubwolken. Neben dem Konusnebel (LDN 1613, siehe Bild unten) gehört auch Sh2-273 dazu. Der populäre Name kommt daher, dass der Nebel wie der Kopf einer Stola aus dem Fell eines Rotfuchses aussieht. Die blauen Bereiche sind Reflexionsnebel, die das Licht der naheliegenden hellen Sterne brechen und reflektieren.

 

 

Celestron EHD 800 mit 0.7 Reducer

AM 5

 

17.2./2.3./4.3./5.3.
Baader H-alpha 7nm

ASI 533 MM Pro

56 x 4min (12h 44 min)

 

18.02.

UV/IR-Cut

ASI 533 MC Pro

180 x 60 sec (3h)

 

Gesamt: 15h 44min

Melotte 15

Melotte 15 bezeichnet einen Sternhaufen im Zentrum des Herznebels (IC 1805) im Sternbild Cassiopeia, etwa 7.500 Lichtjahre entfernt. Diese Sterne sind noch sehr jung, gerade mal vor 1,5 Millionen Jahren entstanden. Ihre intensive Strahlung und Sternwinde verdichten die Gas- und Staubwolken in ihrer Umgebung und formen diese zu fantastischen Gebilden. Das Gas wird emittiert dabei Licht in spezifischen Wellenlängen des Wasserstoffs, Sauerstoff und Schwefel.

 

Lacerta Newton 200/800  - Avalon Linear

 

ASI 2600 MM Pro  - Astronomik-Ha 6nm

58 x 120 sec (1h 56 min)

 

ASI 2600 MC Pro  - 120 x 30 sec (1h 00 min)

 

ASI 2600 MC Pro  - Askar D2-Filter (O3-S2)

51 x 360 sec (6 h 06 min)

 

Gesamt: 9h 02 min

LDN 1613 Konusnebel

Der Konusnebel (LDN 1613) ist eine Dunkelwolke im Sternbild Einhorn und ein gutes Beispiel für die säulenartigen Formen, die in solchen Gas- und Staubwolken entstehen. Die neu entstandenen hellen Sterne geben UV-Strahlung und Sternwinde ab, die das Material aus ihrer Umgebung wegblasen. Dabei werden in größerer Entfernung von den jungen Sternen das Gas und der Staub zu den typischen dunklen, säulenartigen Gebilden verdichtet. Die Säule des Konusnebels hat eine Länge von 7 Lichtjahren und ist etwa 2.500 Lichtjahre entfernt.

 

Celestron EHD 800 mit 0.7 Reducer

AM 5

 

01.02.
UV/IR-Cut

ASI 533 MC Pro

210 x 60 sec (3h 30 min)

 

02.02.
Baader Halpha-Filter 7nm

ASI 533 MM Pro

50 x 240 sec (3h 20 min)

 

Gesamt: 6h 50 min

Regulus und Leo 1 (Zwerggalaxie)

Regulus ist der hellste Stern im Sternbild Löwe. Nur etwa 12 Bogenminuten entfernt befindet sich die Zwerggalaxie Leo 1, die jedoch deutlich weiter entfernt ist (etwa 820.000 Lichtjahre). Sie zählt damit zu den am weitesten entfernten Trabanten unserer Milchstraße und hat einen Durchmesser von 7000 Lichtjahren. Im Zentrum befindet sich ein supermassereiches Schwarzes Loch mit 3 Millionen Sonnenmassen, vergleichbar mit dem im Zentrum unserer Milchstraße.

 

Durch das Streulicht des sehr hellen Sterns Regulus gestaltet sich eine Beobachtung schwierig.

 

Gustavsburg
Lacerta-Newton 200/800
Avalon Linear
ASI 2600 MCPro - 300 x 20 sec
ASI 2600 MMPro - 375 x 20 sec

Gesamt: 3 h 45 min


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